Standortwahl

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Der Standort ist die geografische Position, von der ein Betrieb seine Geschäfte führt bzw. seine Produktionsfaktoren einsetzt.


Inhaltsverzeichnis

Unternehmerische Entscheidungen

Die Standortwahl ist eine unternehmerische Entscheidung mit langfristiger Wirkung (konstitutive Entscheidung). Dabei muss eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden, die miteinander in Konkurrenz stehen können. Ziel dabei ist es die Differenz zwischen standortbedingten Erträgen und standortabhängigen Aufwendungen, d.h. den Nettogewinn (Gewinn nach Abzug der Steuern) auf lange Sicht zu maximieren. besondere Berücksichtigung gilt hier sicherlich der Wahl des Standorts, der Rechtsform und der Unternehmenszusammenschlüsse.


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4 Standortentscheidungsstufen

  *  internationale Standortwahl: In welchem Staat wird der Betrieb gegründet?
  *  interlokale Standortwahl: In welcher Stadt oder Gegend?
  *  lokale Standortwahl: Wo innerhalb der Stadt oder Gegend?
  *  innerbetriebliche Standortwahl: Wo innerhalb des Betriebsgeländes wird gebaut 

Standorteintscheidung

Bei Gründung, Erweiterung oder Verlagerung eines Unternehmens muss genau überlegt werden, welcher Standort der geeignetste ist, um nicht schon zu Beginn der Unternehmenshistorie in ein Fiasko zu geraten. Dabei spielen Einsatzbezogene Standortfaktoren genauso ein Rolle wie Absatzbezogene Standortfaktoren. Aber auch wenn eine optimale Standortkombination erreicht ist, heißt das noch nicht, dass sich ein Unternehmen an diesen Ort auch tatsächlich niederlässt. Eine bestimmte Gruppe von Unternehmen (z.B. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergwerk,...) sind an Restriktionen gebunden. Hierbei spricht man von einer gebundenen Standortwahl. So macht es beispielsweise keinen Sinn, wenn sich ein Kohlebergwerk in der Wüste niederlässt, da es dort Sand statt Kohle gibt.

Einsatzbezogene Standortfakttoren

  • Anlagegüter
  • Material
  • Energie
  • Arbeitskräfte Umweltschutz
  • staatliche Leistungen
  • Steuern Subventionen

absatzbezogene Standortfaktoren